Call for Papers

ESE-Kongress 2009

Zuverlässige Zustandsautomaten entwerfen ( Vortrag )

Referent: Prof. Dr. Jörg Robra , Ohm-Hochschule Nürnberg
Vortragsreihe: Analyse & Design
Zeit: 09. Dezember 11:45

Zielgruppe

Entwicklung, Fortgeschrittene

Themenbereiche

Analyse & Design

Kurzfassung

UML2 und MDA geben deutliche Hinweise auf Architektur und Arbeitsweise eingebetteter Systeme: Ein technisches System ist Ereignis getrieben; sein Verhalten wird durch "Aktive Objekte" bestimmt und in Zustandsautomaten spezifiziert. Systeme aus kommunizierenden Zustandsautomaten sind als extrem zuverlässig bekannt; für die meisten Entwickler erfordern sie jedoch ein Umdenken. Ein einfaches Beispiel zeigt den Entwurf eines solchen Systems Beim Entwurf von Zustandsautomaten können verschiedene Sicherheitslevels berücksichtigt werden, vom toleranten Automaten, der unpassende Anforderungen ignoriert, bis zum Protokoll basierten Automaten, der jegliches Systemfehlverhalten erkennt und kompensiert. Dabei helfen ergänzende Modellierungstechniken wie Sequenzdiagramme. Nach der Einführung in Prinzipien und Arbeitsweise von Zustandsautomaten wird ein einfacher Zustandsautomaten nach verschiedenen Entwurfskriterien und Sicherheitsanforderungen modelliert und sein Test geplant.

Nutzen und Besonderheiten

Die Teilnehmer sollen erkennen, welche Vorteile der Einsatz von Zustandsautomaten im Hinblick auf Systemzuverlässigkeit und -modularität und automatische Implementierung bringt. Sie lernen, beim Entwurf von Systemen in Zustandsautomaten zu denken, Zustandsautomaten der geforderten Zuverlässigkeit zu modellieren und zu testen und dabei zusätzliche Modellierungstechniken zielgerichtet einzusetzen.

Über den Referenten

Prof. Dr. Jörg Robra ist Professor a.D. für Software-Engineering und Wissensverarbeitung an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Nach seiner Promotion an der TH Darmstadt bis zu seiner Berufung im März 1982 war er acht Jahre lang Projekt- und Abteilungsleiter in der Entwicklung prozessorgesteuerter Kommunikationsgeräte und Vermittlungsanlagen bei der Firma TeKaDe (jetzt Alcatel-Lucent) in Nürnberg und dort maßgeblich an der Entwicklung der Echtzeit-Softwaretechnologie beteiligt.